Sie haben eine schlechte Bewertung im Internet erhalten? Sie stören sich an einer Bericht­erstattung in den Medien? Ein Foto von Ihnen wurde ungefragt genutzt? Sie wollen eine Gegen­dar­stellung durch­setzen oder gar Schmerzenzgeld?

Das allge­meine Persön­lich­keits­recht schützt als Grund­recht die Persön­lichkeit eines Menschen vor Eingriffen in dessen Leben und in seine Freiheit. Es wurde durch die Recht­spre­chung umfassend konkre­ti­siert, dabei haben sich u.a. folgende Fallgruppen herausgebildet:

  • der Schutz der Privat­sphäre, der Geheim- und Intimsphäre
  • das Recht der persön­lichen Ehre
  • das Recht am gespro­chenen Wort
  • das Recht am geschrie­benen Wort
  • das Recht am eigenen Bild
  • das Recht am eigenen Namen
  • den Schutz vor stigma­ti­sie­renden Darstellungen
  • den Schutz vor Imita­tionen der Persön­lichkeit sowie vor dem Entstellen bzw. Unter­schieben von Äußerungen
  • das Recht auf infor­ma­tio­nelle Selbstbestimmung
  • das Recht auf Gewähr­leistung der Vertrau­lichkeit und Integrität infor­ma­ti­ons­tech­ni­scher Systeme
  • das postmortale Persön­lich­keits­recht, also die Ehre von Verstorbenen

Doch nicht nur Privat­per­sonen sind geschützt. Das sogenannte Unter­neh­mens­per­sön­lich­keits­recht steht juris­ti­schen Personen zu. Es dient dem Schutz des sozialen Achtungs- und Geltungs­an­spruchs von Unter­nehmen und ist beispiels­weise bei unwahren Tatsa­chen­be­haup­tungen geschützt.

Eingriffe in das Persön­lich­keits­recht einer Person sind rechts­widrig und können mit zahlreichen Ansprüchen verfolgt werden, u.a.

  • Unter­lassung
  • Schadens­ersatz
  • Schmer­zensgeld
  • Auskünfte
  • Besei­tigung
  • Widerruf
  • Richtig­stellung
  • Vernichtung
  • Gegen­dar­stellung
  • Straf­rechtlich, z.B. als üble Nachrede oder Verleumdung

Falls Sie in Ihrem  die Geltend­ma­chung von Schadens- und/oder Unter­las­sungs­an­sprüchen die Folge sein.